Technik-Lexikon



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  • Tagfahrlicht
    Tagfahrlichter sind spezielle Lampen am Fahrzeug, die tagsüber für bessere Wahrnehmbarkeit eines Fahrzeugs sorgen. Im Gegensatz zum Abblendlicht verbrauchen sie nur wenig Energie (16 Watt), so dass sich der Kraftstoffverbrauch nicht so sehr erhöht, wie mit eingeschaltetem Abblendlicht. Das Tagfahrlicht wird so geschaltet, dass es automatisch beim Drehen des Zündschlüssels aktiviert wird. Ein Relais sorgt dafür, dass das Tagfahrlicht beim Abstellen des Motors oder beim Zuschalten des Abblendlichts wieder deaktiviert wird.

  • Teilegutachten (= TG)
    Ein Teilegutachten (TG) ist ein Gutachten eines Technischen Dienstes über die Vorschriftsmäßigkeit eines Fahrzeugs nach Fahrzeugumrüstungen.

  • Teleskop-Schwingungsdämpfer
    Der hydraulische Teleskop-Schwingungsdämpfer besteht aus einem ölgefüllten Zylinder und einer Kolbenstange an deren Ende sich der Kolben mit Ventilen befindet. Eine Seite des Dämpfers ist mit dem Aufbau, die andere Seite mit dem Rad oder Fahrwerksteil verbunden. Zur Entkoppelung des Rollgeräusches werden für die Verbindungselemente des Dämpfers Gummi-Metalllager (Silentblöcke) verwendet.

    Mit jeder Federungsbewegung bewegt sich der Kolben im Zylinder. Die Dämpfungskraft wird durch den Strömungswiderstand des Öls an den Ventilen erzeugt. Zum Volumenausgleich für die beim Einfedern in den Zylinder eintretende Kolbenstange und auch für die temperaturbedingte Volumenvergrößerung des Öls ist ein Ausgleichsraum erforderlich. Beim Einrohrdämpfer erfolgt der Druckausgleich über einen Ausgleichsraum im Schwingungsdämpfer, beim Zweirohrdämpfer über Bodenventile in das, das Dämpferrohr umhüllende, Außenrohr.

  • Thermostatventil
    Damit der Motor auch bei niedrigen Temperaturen möglichst schnell seine günstigste Betriebstemperatur erreicht, sorgt das Thermostatventil dafür, dass nach dem Kaltstart zunächst nur das im Motorblock und dem Heizungswärmetauscher vorhandene Kühlmittel durch die Wasserpumpe umgewälzt wird (kleiner Kühlkreis). Bei Erreichen der Betriebstemperatur öffnet das Thermostatventil, so dass das Kühlmittel auch durch den Kühler strömen kann (großer Kühlkreislauf).

  • TPMS
    Tire Pressure Monitoring System (TPMS) ist ein Reifendruckkontrollsystem, das ständig den Reifendruck der Bereifung überwacht und bei Druckabfall Alarm auslöst.

  • TRF
    Die Technischen Regeln Flüssiggas (TRF) gelten für den Betrieb, Prüfung und Instandhaltung von Flüssiggasanlagen in Freizeitfahrzeugen und werden von der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches erarbeitet.

  • Trommelbremse
    Die bei Kraftfahrzeugen und Anhängern am häufigsten anzutreffende Bremsenbauform ist immer noch die Trommelbremse. Sie wird mit Radlagern auf der Achse (Achslenker, Achsschenkel) gelagert. Auf der Bremstrommel-Außenseite werden die Räder durch Radschrauben oder -bolzen verschraubt.

    Innerhalb der Bremstrommel sind die Bremsbacken so angeordnet, dass sie sich über das Bremsschild oder Bremsträgerblech auf dem Achskörper abstützen. Die Form der Bremsbacken und -beläge ist der Trommelkontur angepasst. Die Bremsbeläge sind auf die Bremsbacken genietet oder geklebt.

    Beim Betätigen des Bremspedals werden die Bremsbacken durch Gestänge, Seilzug, Druckluft- oder Hydraulikzylinder (Radbremszylinder) gespreizt und gegen die Innenseite der Trommel gedrückt.

    Bei Trommelbremsen wird an der auflaufenden Bremsbacke eine größere Bremswirkung erzeugt, als an der ablaufenden Backe. Zu diesem Selbstverstärkungseffekt kommt es, weil der Drehpunkt der auflaufenden Bremsbacke in Drehrichtung hinter dem Spreiznocken bzw. Radbremszylinder liegt. Bei der ablaufenden Backe ist dies umgekehrt.

    Bei allen Reibbelägen unterliegt der Reibwert gewissen Schwankungen durch Temperatur, Feuchtigkeit, Belagart und Trommeloberfläche. Durch die Selbstverstärkung kann dies zu ungleichmäßigem und teilweise sehr giftigem Ansprechen der Bremse führen. In einer Trommelbremse lassen sich die Funktionen der Betriebsbremse und der Feststellbremse mit geringem Aufwand vereinen. Trommelbremsen sind relativ unempfindlich gegen Spritzwasser.

  • Tuning
    Als Tuning bezeichnet man alle Umrüstungen zur Individualisierung eines Fahrzeugs, dies kann rein optisches Tuning oder/und technisches Tuning sein.

  • TÜV (Technischer Überwachungsverein)
    Die Technischen Überwachungsvereine wurden regional mit dem Beginn des Industriezeitalters im 19. Jahrhundert gegründet, um die Sicherheit von Druckbehältern und Industrieanlagen durch regelmäßige und systematische Prüfungen zu gewährleisten. Die Anzahl der TÜV hat sich durch diverse Zusammenschlüsse in den letzten Jahren auf vier verringert.
    Heute haben sich die Tätigkeitsfelder der TÜV auf eine Vielzahl technischer Gebiete erweitert. Beispielhaft seien hier genannt: Anlagenprüfungen, Brandschutz, Fahrzeug- und Fahrerlaubnisprüfungen, Fliegende Bauten, Gefahrguttransporte, Heizungs- und Lüftungsanlagen, Kernenergieanlagen, Kraftwerkstechnik, Medizingeräte, Pipelines, Tankanlagen, Thermografie, Werkstoffuntersuchungen usw ...

  • TWI (= Abnutzungsindikator)
    Die Abnutzungsindikatoren (Tread Wear Indicator = TWI) sind über den Umfang des Reifens gleichmäßig verteilte Querstege in den Längs-Profilrillen, die bei 1,6 mm Restprofil auftauchen.

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