Technik-Lexikon



A | B | C | D | E | F | G | H | IJ | K | L | M | N | O | P | QR | S | T | U | V | W | XY | Z

B



  • Bar
    Bar ist die gesetzliche Maßeinheit für Druckangaben, z.B. in Reifen von Kraftfahrzeugen.

  • Batterie
    In Kraftfahrzeugen werden überwiegend Bleibatterien verwendet, die aus mehreren Zellen gleicher Größe bestehen. Die Nennspannung einer Zelle wird mit 2 Volt angegeben. Um eine Batterie-Nennspannung von 12 oder 24 Volt zu erreichen, wird die entsprechende Anzahl von Zellen durch Zellverbinder in Reihe geschaltet.
    Die Zellen bestehen aus gitterförmigen Bleiplatten, die durch Plattenverbinder miteinander verbunden werden. Jede Zelle besteht aus Plusplatten (Bleidioxid) und Minusplatten (Blei). Die Plusplatten werden zur Vermeidung von Kurzschlüssen mit Isolationsmaterial (Separatoren) verkleidet. Zwischen den Platten steht verdünnte Schwefelsäure als Elektrolyt.
    Bei laufendem Motor führt die Lichtmaschine (Generator) der Batterie ständig Energie zu, die eine chemische Reaktion in den Bleizellen auslöst. Die Generatorspannung zieht Elektronen aus dem Bleisulfat der Plusplatten ab und überträgt diese auf die Minusseite. Dieser Potentialunterschied bewirkt die Batteriespannung.
    Durch die Elektronenverschiebung zerfällt das Bleisulfat an den Platten in Blei und den Säurerest (SO4), der vom Elektrolyten aufgenommen wird und Wassermoleküle in seine Bestandteile zerlegt. Säurerest und Wasserstoff verbinden sich zu Schwefelsäure(H2 SO4), während sich der Sauerstoff mit dem Blei der Plusplatte zu Bleidioxid (PbO2) verbindet.
    Bei Stromentnahme fließen Elektronen vom Minuspol über den Verbraucher zum Pluspol. Das Bleidioxid der Plusplatte zerfällt in Blei und Sauerstoff. Der Sauerstoff geht in den Elektrolyten über und verbindet sich mit dem in der Schwefelsäure enthaltenen Wasserstoff zu Wasser. Der Säurerest verbindet sich mit dem Bleisulfat der Platten zu Bleisulfat.

  • Blattfedern
    Blattfedern bestehen aus mehreren übereinander gestapelten, gleich dicken und breiten Federstahllagen, die in der Mitte durch den Herzbolzen und außen durch die Federklammern zusammengehalten werden. Die Länge der einzelnen Federblätter nimmt von Lage zu Lage nach unten hin ab. Bei schweren Lkw mit Blattfederung sind Zusatzfedern üblich, die über dem Hauptfederpaket angeordnet sind und erst bei größerer Nutzlast zum Tragen kommen. Die oberste Federlage ist in Fahrtrichtung vorn zum so genannten Federauge gerollt, durch das der Federbolzen gesteckt wird. Dadurch wird die Verbindung mit dem Fahrzeugaufbau und dem Rahmen hergestellt. Blattfedern können neben den Federungsaufgaben auch die Längs- und Querführung an Starrachsen übernehmen.
    Blattfedern sprechen wegen der Reibung zwischen den einzelnen Lagen nur auf gröbere Fahrbahnunebenheiten an. Um das Ansprechverhalten zu verbessern, wurde bei einigen Fahrzeugtypen die Anzahl der Blattlagen verringert.
    Weiterentwicklungen sind die Hyperbel- und Parabelfedern, bei denen die Federlagen nach außen hin dünner werden und nicht mehr über die gesamte Länge aneinander reiben, so dass das Ansprechverhalten verbessert wird.

  • Boxermotor
    Der Boxermotor ist ein Verbrennungsmotor, bei dem sich die Zylinder paarweise waagerecht gegenüber liegen. Die Kurbelzapfen sind jeweils um 180 Grad versetzt, so dass sich die Kolben der sich gegenüber liegenden Zylinder gleichzeitig von der Kurbelwelle weg bzw. auf sie zu bewegen. Durch diese Anordnung der Zylinder verringern sich die Massenkräfte, was wiederum zur Laufruhe beiträgt. Die flache Bauweise des Boxermotors ermöglicht einen niedrigen Einbau (Unterflurmotor).
    Fertigungstechnisch erfordern Boxermotoren spezielle Anlagen, die meist aufwändiger sind als bei Reihenmotoren. Aufgrund ihrer Bauform sind Boxermotoren in manchen Pkw für die Wartung schlecht zugänglich (Ventilspieleinstellung, Zündkerzenwechsel). Das erhöht die Wartungskosten.
    Entwickelt wurde der Boxermotor 1896 von Carl Benz.

  • Bremsflüssigkeit
    Bremsflüssigkeit dient der Druckübertragung in hydraulischen Bremsanlagen. Sie muss im Extremfall hohe Temperaturen vertragen können: Beginnt sie frühzeitig zu sieden, kann die Bremswirkung des Fahrzeugs auf Null gehen. Eine neuwertige Bremsflüssigkeit siedet bei 265 Grad. Durch die Aufnahme von Feuchtigkeit aus der Luft sinkt der Siedepunkt aber mit der Zeit. Bei erhöhter Beanspruchung der Bremse besteht die Gefahr, dass die Bremsflüssigkeit zu kochen beginnt. Gasblasenbildung im Bremsleitungssystem und damit unzureichende Bremswirkung sind die Folgen. Gerade längere Fahrten oder Fahrten durch die Berge bringen eine hohe Belastung des Autos mit sich: 180 Grad Celsius kann die Temperatur schon bei längeren Passabfahrten überschreiten, 160 Grad erreicht sie häufig schon nach mehreren kurz aufeinander folgenden Bremsungen auf der Autobahn, 140 Grad bei einer scharfen Bremsung aus hoher Geschwindigkeit.

  • Bußgeldkatalog (=Bkat)
    Der bundesweit geltende Bußgeldkatalog enthält eine Auflistung von Verkehrsverstößen und die dazugehörigen Bußgelder.

Nach oben