Technik-Lexikon



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  • Gasentladungslampen ("Xenonlicht")
    In dem abgeschlossenen Lampenkolben, der mit einem Gemisch aus Edelgas und Metalldämpfen gefüllt ist, wird durch das Anlegen einer Spannung zwischen zwei Elektroden eine Gasentladung aufrecht erhalten. Die Anregung der Atome des strahlenden Gases erfolgt durch Stöße zwischen Elektronen und Gasatomen. Die so angeregten Atome geben ihre Energie in Form von Lichtstrahlung ab. Im Gegensatz dazu wird bei der herkömmlichen Lampe ein Wolframfaden zum Glühen gebracht.

    Scheinwerfer mit Gasentladungslampen liefern bei niedrigerer Leistungsaufnahme (35 W) einen mehr als zweimal stärkeren Lichtstrom als zum Beispiel Halogen-Scheinwerfer (55 W). Deshalb müssen Fahrzeuge, deren Scheinwerfer für Abblendlicht mit Gasentladungslampen ausgerüstet sind, mit einer Scheinwerfer-Reinigungsanlage und einer dynamischen Niveau- oder Leuchtweitenregelung ausgerüstet sein.

  • Gasfüllung für Reifen
    Autoreifen können statt mit Luft auch mit Stickoxid gefüllt werden. Stickstoff ist ein nicht brennbares Gas, das schon seit längerer Zeit für die Reifenfüllung von Flugzeugen und Formel-1-Fahrzeugen eingesetzt wird. Die Moleküle von Stickstoff sind größer als die von Luft. Deshalb entweicht Stickstoff langsamer durch die Bereifung, der Reifendruck bleibt konstanter. Stickstoff erhitzt sich nicht so schnell wie Luft. Das kann die Gefahr verringern, dass der Reifen aufgrund von Überhitzung platzt. Ob Stickstoff eine echte Alternative zur Luft ist, ist umstritten. Es ist ratsamt, den Reifendruck regelmäßig zu kontrollieren, unabhängig davon, ob sich in den Reifen Stickstoff oder Luft befindet.

  • Gelenkwelle
    Siehe Antriebswelle

  • Geschwindigkeitsindex
    Ein Kennbuchstabe in Verbindung mit der Reifengrößenbezeichnung, der die zulässige Höchstgeschwindigkeit eines Reifens dokumentiert.

  • Getriebe
    Verbrennungsmotoren geben nur innerhalb eines bestimmten Drehzahlbereiches nutzbare Leistung ab. Um die der Vorwärtsbewegung entgegenwirkenden Fahrwiderstände [Roll-, Luft- und Steigungswiderstand] zu überwinden und die gewünschten Fahrleistungen zu erreichen, benötigen Kraftfahrzeuge ein Getriebe mit unterschiedlichen Fahrstufen (Getriebegänge).

    Zum Anfahren und zum Überwinden von Steigungen werden größere Übersetzungen benötigt. Das bedeutet, die Kurbelwelle des Motors muss sich in diesen Fahrstufen für eine bestimmte Wegstrecke häufiger drehen, als in einem größeren Getriebegang. In der Ebene ist hauptsächlich der Luftwiderstand von Bedeutung. Die Abstufung der einzelnen Getriebegänge erfolgt, je nach Fahrzeugart und -ausführung, zwischen den Aspekten niedriger Kraftstoffverbrauch und sportliche Fahrleistungen. Generell orientiert sich der Konstrukteur bei der Abstufung der einzelnen Getriebegänge an der idealen so genannten Zugkrafthyperbel, dem theoretische Idealverlauf der Kraftübertragung des Motors.

  • G-Kat
    Geregelter Katalysator - Die Regelung der Gemischaufbereitung erfolgt über eine oder mehrere Lambdasonden.

  • Gürtelreifen
    Siehe Radialreifen

  • Gurtstraffer
    Gurtstraffer gehören, wie Airbags, zu den passiven Sicherheitseinrichtungen des Autos. Sie versuchen, die Folgen eines Unfalls zu mindern. Kommt es zum Aufprall, werden die Gurtstraffer innerhalb von Sekundenbruchteilen aktiv und straffen den Gurt so weit, dass er eng am Körper anliegt. Die Insassen werden sicher im Sitz gehalten. Gurtstraffer können im Gurtaufroller installiert oder am Gurtschloss befestigt sein. Zeigen die Sensoren des Autos einen Unfall an, wird im Gurtstraffer eine kleine Sprengladung gezündet. Der Druck der Explosion sorgt für das Einziehen des Gurts. Man unterscheidet je nach Technik zwischen Kugelstraffern, Seilstraffern und Rohrstraffern.

  • Gyroskop
    Ein Gyroskop ist ein Messgerät für den Nachweis der Achsendrehung der Erde.

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