Technik-Lexikon



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K



  • Karosserie
    Beim Karosseriebau unterscheidet man zwischen selbsttragender und nicht tragender Karosserie.

    Der nichttragende Aufbau wird auf einem Rahmen befestigt und hat, wie der Name sagt, keine tragende Funktion. Er bestand anfangs, wie schon im Kutschenbau, aus einem vom Wagenbauer oder Stellmacher gefertigten Holzgestell, auf das die Außenverkleidung aus Blech aufgenietet oder -geschraubt wurde. Später wurden auch nichttragende Aufbauten vollständig aus Karosserieblech gefertigt. Bis 1936 war bei Pkw und Lkw die Rahmenbauweise üblich. Der Rahmen besteht aus zwei Längsträgern, die durch Querträger (Traversen) miteinander vernietet sind. Die Achsen werden über Befestigungskonsolen am Rahmen befestigt, Motor und Getriebe vorn zwischen den beiden Längsträgern aufgehängt.

    Heute sind Pkw-Karosserien fast ausschließlich selbsttragend. Bei der selbsttragenden Karosserie fällt der Rahmen weg. Die Aufhängung von Motor und Getriebe sowie die Befestigung der Fahrgestellteile erfolgt jetzt an speziellen Befestigungspunkten, die die auftretenden Kräfte über Verstärkungen in die Karosserie einleiten. Die selbsttragende Karosserie erhält ihre Stabilität durch das Zusammenfügen von kalt verformten Karosserieblechen. Die durch Tiefziehen erzeugten Profilformen werden durch Verschweißen oder Verlöten zusammengefügt und geben so der Karosserie die gewünschte Strukturfestigkeit.

  • Kick-Down
    Als Kick-down bezeichnet man das schnelle Durchtreten des Gaspedals bei einem Kraftfahrzeug mit Automatikgetriebe. Hierdurch erreicht man ein automatisches Herunterschalten in einen niedrigeren Gang und damit eine bessere Beschleunigung.

  • Klimaautomatik, Klimaanlage
    Die Fahrzeug-Innenraumtemperatur wird bei einer Klimaanlage ohne Klimaautomatik manuell durch den Fahrer oder Beifahrer in Abhängigkeit von der Außentemperatur geregelt.

    Bei einer Klimaautomatik wird die gewünschte Temperatur und die Gebläsestufe an der Bedieneinrichtung eingestellt. Die Klimaautomatik hält die Temperatur des Fahrzeuginnenraums dann durch thermostatische Regelung auf diesem Niveau.

    Bei Fahrzeugen der gehobenen Preisklassen kann die Luftverteilung für Fahrer und Beifahrer separat eingestellt werden. Bei einigen luxuriösen Fahrzeugen wird beim Ausschalten der Zündung die Einstellung der Klimaautomatik als individuelles Nutzerprofil im jeweiligen Zündschlüssel gespeichert.

  • Kotflügel
    Kotflügel sind die Teile der Fahrzeugkarosserie, die über den Rädern angebracht sind. Sie sorgen dafür, dass Regen oder Schmutz von der Fahrbahn nicht durch die Räder aufgewirbelt andere Verkehrsteilnehmer behindert, belästigt oder geschädigt werden, zum Beispiel durch einen, zwischen den Zwillingsreifen eines Baustellenfahrzeugs eingeklemmten bei größerer Geschwindigkeit fortfliegenden Stein. Kotflügel verhindern zum Beispiel bei Motorrädern, dass sich Menschen an den sich drehenden Reifen verletzen. Der Begriff Kotflügel stammt noch aus der Zeit als Kutschen Fortbewegungsmittel Nummer eins waren: Die flügelförmigen Abdeckungen über den Kutschenrädern sollten verhindern, dass die Räder den auf der Straße liegenden Kot von Pferden oder Kühen ins Innere der Kutsche schleudern.

  • Kraftstoff-Filter
    Der Kraftstofffilter dient im Fahrzeug dazu, den Kraftstoff von Verunreinigungen zu befreien. Bei Fahrzeugen mit Dieselmotoren sind Vorfilter üblich, mit denen die groberen Verunreinigungen im Kraftstoff herausgesiebt werden, während im Hauptfilter auch feinste Verunreinigungen hängen bleiben. Dieser Aufwand ist erforderlich, um die Funktion des Einspritzsystems zu gewährleisten, in dem Bauteile arbeiten, die auf wenige Tausendstel Millimeter zusammengepasst sind. Bis zur Einführung der Einspritztechnik genügten bei Ottomotoren relativ einfache und kleine Kraftstofffilter. Mit der allgemeinen Einführung der Benzineinspritzung sind die Anforderungen mittlerweile vergleichbar, so dass auch hier höherwertige Filter zum Einsatz kommen.

  • Kurzzeitkennzeichen
    Kurzzeitkennzeichen werden von den Zulassungsbehörden für nicht zugelassene Fahrzeuge zur Verwendung bei Prüfungs-, Probe- oder Überführungsfahrten ausgegeben. Fahrzeuge mit Kurzzeitkennzeichen dürfen auf öffentlichen Straßen nur bis zu dem auf dem Kennzeichen angegebenen Ablaufdatum (höchstens 5 Tage ab Zuteilung) verkehren.

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