Technik-Lexikon



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  • Nachrüstung
    Nachrüstung ist die nachträgliche Ausrüstung eines Fahrzeugs mit zusätzlichen oder anderen Fahrzeugteilen. Für die Umrüstung soll ein Teilegutachten, eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder eine Bauartgenehmigung vorliegen.

  • Nebelscheinwerfer
    Nebelscheinwerfer sind zusätzliche Scheinwerfer, die nur bei erheblicher Sichtbehinderung durch Witterung eingeschaltet werden dürfen. Sie werden an der Fahrzeugfront paarweise unter den Scheinwerfern montiert. Damit der Fahrer nicht geblendet wird und es durch die direkte Anstrahlung des Nebels nicht zu Lichtreflexionen kommt, werden die Scheinwerfer so ausgerichtet, dass sie den Nahbereich vor dem Fahrzeug ausleuchten. So werfen sie das Licht unterhalb des Nebels auf die Fahrbahn und leuchten diese sowie die Fahrbahnränder aus.

    Nebelscheinwerfer dürfen nur zusammen mit dem Stand- oder Abblendlicht eingesetzt werden.

  • Niveauregulierung
    Die automatische Niveauregulierung hält durch entsprechende Ventile und Steuerelemente das Fahrzeug, unabhängig vom Beladungszustand, waagerecht und auf einem bestimmten Niveau über der Fahrbahn. Auf diese Weise wird verhindert, dass bei beladenem Fahrzeug und eingeschaltetem Abblendlicht der Gegenverkehr geblendet wird. Negative Einflüsse auf die Aerodynamik werden weitgehend vermieden, weil sich die Lage des Aufbaus in der Fahrtwindströmung nicht verändert. Die Niveauregulierung erfolgt durch Luftfederungssysteme oder hydro-pneumatische Federungen in den Fahrzeugen. Bei Luftfederungen wird der Systemdruck durch einen Luftpresser, bei hydro-pneumatischen Federungen durch eine Hydraulikpumpe erzeugt.

    Das Fahrzeugniveau lässt sich bei einigen Fahrzeugen nur manuell vom Fahrer einstellen. Bei einigen Fahrzeugtypen erfolgt bei hohen Geschwindigkeiten eine automatische Absenkung des Fahrzeug-Aufbaus, um den Luftwiderstand zu verringern.

  • Notrad
    Noträder sind kleine leichte Zusatzräder, die im Pannenfall einen defekten Reifen ersetzen können. Viele Fahrzeugtypen haben das kleine fünfte Rad im Kofferraum. Es löst das klassische Reserverad ab, einen handelsüblichen Sommerreifen. Vorteile des Notrads: es ist leichter, nimmt weniger Platz ein und ist günstiger. Das Notrad dient nach dem Montieren nur der Fahrt bis zur nächsten Werkstatt. Dann muss es wieder gegen einen normalen Reifen ausgetauscht werden. Fährt man zu lange mit dem Notrad, kann es zu Schäden am Achsdifferenzial der Antriebsachse kommen. Wichtig auch: Das Notrad darf (bei den meisten Herstellern) nur bis maximal 80 km/h gefahren werden.

    TÜV NORD-Tipp: Wer mit Sonderrädern oder Alu-Rädern fährt, sollte vier bis fünf Radschrauben für das Notrad mitnehmen, da die Radschrauben für die Sonderräder eine andere Länge haben könnten.

    Alternativen zum Notrad sind das Faltrad, das mit einem Kompressor aufgeblasen wird sowie so genannte Tirefit-Systeme, bei denen ein flüssiges Dichtmittel in den Reifen gespritzt wird, das kleinere Löcher vorübergehend abdichtet. Der Gesetzgeber schreibt das Mitführen eines Ersatzrads allerdings nicht vor.

  • NP
    NP ist die Abkürzung für Nachprüfung. Nachprüfungen werden immer dann erforderlich, wenn bei gesetzlich vorgeschriebenen Fahrzeuguntersuchungen erhebliche Mängel festgestellt werden.

  • Nutzlast
    Nutzlast ist die mögliche Zuladung bei einem Nutzfahrzeug. Im bisherigen Fahrzeugschein ist sie unter Ziffer 9 angegeben, in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 ist hierfür kein Feld vorgesehen.

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