Technik-Lexikon



A | B | C | D | E | F | G | H | IJ | K | L | M | N | O | P | QR | S | T | U | V | W | XY | Z

P



  • Pedal-Release-System
    Ein System der passiven Sicherheit: Brems- und Kupplungspedal klinken sich ab einer bestimmten Aufprallhärte selbsttätig aus, um Füße und Unterschenkel des Fahrers vor Verletzungen zu schützen.

  • Piezo-Technik
    Die im Kfz-Bereich angewandte Piezo-Technik geht auf den so genannten piezoelektrischen Effekt zurück. Wird an einem Kristall aus Siliciumoxid oder Blei-Zirconat-Titanium eine elektrische Spannung angelegt, dann reagiert dieser mit einer mechanischen Spannung. Wird eine mechanische Spannung (Druck) ausgeübt, reagiert der Piezokristall mit der Erzeugung einer elektrischen Spannung. Das erläutert TÜV NORD Mobilität. Die Piezotechnik kommt bei Fahrzeugen an unterschiedlichen Stellen zum Einsatz: Bei modernen Einspritzdüsen von Common-Rail-Einspritzsystemen an Dieselmotoren, bei Einparksystemen zur Abstandsmessung, bei Ottomotoren als Klopfsensor oder für elektronische Tastschalter.

  • Prüfbescheinigung
    Begriff mit mehreren Bedeutungen bei Fahrzeugprüfungen:

    1. Untersuchungsbericht einer Haupt- oder Abgasuntersuchung, 2. Teilegutachten oder ABE für Nachrüstteile, 3. Bestätigung einer Änderungsabnahme

  • PS
    PS = Pferdestärken

    Heute gesetzlich nicht mehr zu verwendende Leistungsangabe, die durch die Angabe in kW ersetzt ist.

    1 kW = 1,35962 PS

  • Pumpe-Düse-System
    Beim Pumpe-Düse-System (PD-System) gibt es für jeden Zylinder ein Pumpenelement, das von der Nockenwelle des Motors angetrieben wird. Das Pumpenelement besteht aus dem Pumpenteil, dem Düsenteil und dem Magnetventil.

    Bewegt sich der Pumpenkolben aufwärts, dann wird der Kraftstoff über den Vorlaufkanal in den Hochdruckraum gefördert. Der Druckaufbau im Hochdruckraum beginnt erst dann, wenn sich der Pumpenkolben abwärts bewegt, das Magnetventil elektrisch aktiviert und die Öffnung zum Vorlauf verschlossen wird. Die Voreinspritzung beginnt, wenn im Hochdruckraum ein Kraftstoffdruck von etwa 180 bar erreicht und die Düsennadel gegen die Kraft der Düsenfeder aus ihrem Sitz gehoben wird.

    Die Haupteinspritzung erfolgt durch den weiteren Druckanstieg, bis über 2000 bar. Die Einspritzung wird abgeschlossen, wenn das Magnetventil stromlos geschaltet wird und sich öffnet.

    Die Kraftstoffversorgung erfolgt über eine Förderpumpe, Feinfilter, Vor- und Rückleitung. Der Kraftstoff wird im PD-Element nicht vollständig verbraucht. Wegen der hohen Drücke erwärmt er sich stärker. Übersteigt die Kraftstofftemperatur im Rücklauf 70 Grad, dann wird die Kühlung eingeschaltet, um Schäden am Kraftstoffbehälter zu vermeiden.

Nach oben